Auszug aus der 1. Änderung des Bebauungsplans zum Baugebiet "Erbsengrund" vom Februar 2011. Weitere Informationen erhalten Sie vom gemeindlichen Bauamt Falkenstein.

3.1 Art der baulichen Nutzung

WA: Allgemeines Wohngebiet BauNVO 1990 § 4

3.2 Maß der baulichen Nutzung

Die max. zulässige Geschosszahl ist U + I + D und U + II, wobei ausgebaute Unter- und Dachgeschoss als Vollgeschosse zulässig sind.
Die max. zulässige Grundflächenzahl (GRZ) beträgt 0,3.
Es sind max. 3 Wohneinheiten je Gebäude zulässig.

3.3 Bauweise

Gemäß den Eintragungen in der Planzeichnung wird eine offene Bauweise (§ 22 Abs. 2 BauNVO) festgesetzt.

3.4 Gestaltung der Baulichen Anlagen
  1. Baukörper:
    Einzelgebäude aller Art ohne Mindestseitenverhältnis sind zulässig.
    Angebaute Wintergärten sind zulässig.
  2. Dächer:
    Satteldach, Satteldach mit Krüppelwalmdach, Walmdach, Zeltdach, Pultdach und versetzte Pulte je nach Festsetzung des Gebäudetyps
  3. Dachdeckung:
    Dachsteine in rot, braun und grau, Blecheindeckung, Gründach je nach Festsetzung des Gebäudetyps
  4. Festsetzungen zum Gebäudetyp
    a): max. 3 Vollgeschosse
    Bauform:
    U+I+D, das Untergeschoss und das Dachgeschoss ist als Vollgeschoss möglich. Abweichend davon wird für Parzelle 11 I+D (max. 2 Vollgeschosse ) festgesetzt
    Wandhöhe: 
    max. 7,00 m talseits, als Wandhöhe gilt das Maß von der natürlichen Geländeoberfläche bis zum Schnittpunkt der Aussenwand mit der Dachhaut, traufseitig gemessen
    Dachform: Satteldach, Satteldach mit Krüppelwalmdach, Walmdach
    Dachneigung:28° - 44°
    Dachgauben:ab 32 ° Dachneigung zulässig. Die Gesamtlänge der Gaube darf max. 1/3 der Trauflänge entsprechen.
    Zwerchgiebel:mit einer max. Breite von 1/3 der Gebäudelänge zulässig
    Kniestock:Die max. Kniestockhöhe beträgt 1,00 m.
    Dachdeckung:Dachsteine in rot, braun und grau
    Dacheinschnitte:in Form von unterbrochenen Satteldächern, für Loggien zulässig
  5. Festsetzungen zum Gebäudetyp
    b): max. 3 Vollgeschosse
    Bauform:
    U+II, das Untergeschoss ist als Vollgeschoss möglich
    Wandhöhe:max. 8,00 m talseits als Wandhöhe gilt das Maß von der natürlichen Geländeoberfläche bis zum Schnittpunkt der Aussenwand mit der Dachhaut, traufseitig gemessen
    Dachform:
    Satteldach, Satteldach mit Krüppelwalmdach, Walmdach, Zeltdach
    Dachneigung:18° - 25°
    Dachgauben:nicht zulässig
    Zwerchgiebel:
    nicht zulässig
    Kniestock:
    nicht zulässig
    Dachdeckung:
    Dachsteine in rot, braun und grau
  6. Festsetzungen zum Gebäudetyp
    c): max. 3 Vollgeschosse
    Bauform:
    U+II, das Untergeschoss ist als Vollgeschoss möglich
    Wandhöhe:max. 8,00 m talseits
    als Wandhöhe gilt das Maß von der natürlichen Geländeoberfläche bis zum Schnittpunkt der Aussenwand mit der Dachhaut, traufseitig gemessen

    max. 8,50 m bei einer freistehenden Pultdachfirstwand ohne Gegenpult ab natürlicher Geländeoberfläche
    Dachform:
    Pultdach, versetzte Pulte
    Dachneigung:
    12° - 20°
    Dachgauben:
    nicht zulässig
    Zwerchgiebel:
    nicht zulässig
    Kniestock:nicht zulässig
    Dachdeckung:
    Dachsteine in rot, braun und grau, Blecheindeckung, Gründach
  7. Garagen:
    Garagen sind in Dachneigung und Dachform auf das Hauptgebäude abzustimmen. Ausgenommen sind Flachdächer oder extensiv begrünte Dächer. Bei der Errichtung von Garagen an gemeinsamer Grenze hat sich der Nachbauende in Bezug auf Bauhöhe, Dachneigung und Dachdeckung an das an dieser Grenze bestehende Gebäude anzugleichen. Diese Regelung hat Vorrang vor dem 1. Satz.
    Der Dachüberstand an der Traufe darf 0,80 m und am Ortgang 0,30 m nicht übersteigen.
    Die Abstandsflächenregelung für Garagen bei grenznaher Bebauung wird abweichend festgesetzt:
    - zulässig ist eine grenznahe Bebauung (Abstand zur Grenze 0-3 m) mit einer mittleren Wandhöhe von max. 4,50 m
    Liegt keine grenznahe Bebauung vor, regeln sich die Abstände nach der BayBO in der jeweils gültigen Fassung.
  8. Stellplätze, Garagenzufahrten:
    Die Flächen für Stellplätze, Garagenzufahrten und Parkplätze dürfen nur leicht bzw. wasserdurchlässig befestigt werden (z.B. Pflaster, Rasensteine, Schotterrasen o. ä.).
  9. Nebengebäude:
    Nebengebäude sind im Rahmen der BayBO nur innerhalb der Baugrenzen zulässig.
  10. Firstrichtungen:
    Die Firstrichtung ist frei wählbar.
3.5 Freileitungen:

Freileitungen sind unzulässig.

3.6 Werbeanlagen

Werbeanlagen sind nur am Ort der Leistung erlaubt.
Sie werden beschränkt auf die Erdgeschosszone und dürfen 1,00 m² (gemäß Art. 57 BayBO) der einzelnen Fassadenflächen nicht überschreiten.
Selbstleuchtende Werbung und solche mit Wechsellicht sind nicht erlaubt.

3.7 Einfriedungen
  1. Straßenseitige Einfriedungen sind bis maximal 1,00 m hohe senkrechte Holzlatten oder Hanichelzäune bzw. Hecken aus heimischen Laubholzarten (Hainbuche etc.) zulässig.
  2. An den Grundstücksgrenzen zwischen zwei Privatgärten sind Einfriedungen aus Maschendraht oder Holzlamellen jeweils mit Hinterpflanzung erlaubt.
3.8 Stützmauern und Terrassierungen

Stützmauern dürfen bis zu einer max. Höhe von 1,00 m erstellt werden. Der Abstand zur Grenze muss mind. 1,00 m betragen. Bei der Errichtung von Stützmauern im Bereich von Garagenzufahrten ist ein Grenzabstand nicht notwendig.
Sie dürfen jedoch eine Höhe von 1,00 m nicht überschreiten.
Die Stützmauern müssen zwingend bepflanzt werden.
Terrassierungen sind ab Urgelände bis zu 1,00 m Höhe zugelassen. Die Böschungen müssen in das natürliche Gelände eingebunden werden. Es ist ein Grenzabstand von mind. 1,00 m einzuhalten.

3.9 Befestigte Flächen

Für private befestigte Flächen sind wasserdurchlässige Beläge zu verwenden.

3.10 Schallschutzmaßnahmen

Schallschutzmaßnahmen sind nicht erforderlich.

3.11 Abstandsflächen

Es gelten die Abstandsvorschriften nach BayBO.

3.12 Oberflächenwasser
  1. Zisternen
    Anfallendes unverschmutztes Oberflächenwasser muss in Zisternen zwischengepuffert werden. Die Zisternen müssen eine Kapazität von mind. 4,0 m³ Brauchwasser haben, der Überlauf muss gedrosselt dem Kanalsystem zugeführt werden.
  2. Retensionsteich, Erdbecken
    Der Überlauf aus den Zisternen, sowie unverschmutztes Regenwasser aus versiegelten Flächen wird dem Retensionsteich im Geltungsbereich, sowie dem Erdbecken im Bereich der Erbsengrube zugeleitet; wobei der Überlauf des Retensionsteiches im Bereich des Geltungsbereiches dem örtlichen Mischwasserkanal zugeleitet wird. Der Überlauf aus dem Erdbecken wird durch eine Verrohrung abgeleitet und läuft dann in den vorhandenen Vorfluter.
3.13 Sonnenenergienutzung

Die Errichtung von Sonnenkollektoren und Photovoltaikanlagen auf den Dachflächen regelt die
BayBO. Gebäudeunabhängige (freistehende) Anlagen sind nicht zulässig.